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Ralf Knoblauchs "Könige" durchwandern das Klinikum

Die Holzskulpturen werden am Sonntag, 11. Januar, ausgesendet.

15 Königinnen und Könige wandern in den kommenden drei Wochen quer durchs Klinikum Aschaffenburg-Alzenau. Die Holzskulpturen von Ralf Knoblauch sollen ein Zeichen setzen für Würde und Zerbrechlichkeit des Menschen. Am Sonntag, 11. Januar, werden die geschnitzten Figuren um 14.30 Uhr mit einem geistlichen Impuls in der Klinikkapelle, die ja auch zu unserer PG gehört, ausgesandt.

Es ist keine Ausstellung im herkömmlichen Sinn, die Wiltrud Stoer und ihr Team der ökumenischen Krankenhausseelsorge in Zusammenarbeit mit dem Martinusforum vorbereitet haben. Im Gegenteil: für die breite Öffentlichkeit sind die markanten Skulpturen mit ihren Rissen, Unebenheiten und Verletzungen nur bei der Aussendung und der Verabschiedung am 30. Januar zu sehen. Zwischendrin wandern sie durch alle Bereiche des Klinikums: durch die Stationen, die Notaufnahme, die Verwaltungsräume, stehen an den OPs, auf der Intensivstation, in der Kinderklinik. „Überall dort, wo Menschen arbeiten und als Patienten liegen“, fasst es Pastoralreferentin Stoer zusammen. Ein König bleibt in der Kapelle, einer am Empfang, zwei „reisen“ in die Klinik nach Alzenau. Und sie scheinen zu rufen: „Fasst uns an! Berührt uns! Lasst Euch von unserer königlichen Würde anstecken!“

Ihr Erschaffer, Ralf Knoblauch, Jahrgang 1964, ist Diakon in einem sozialen Brennpunktviertel in Bonn. Die Figuren sind für den gelernten Tischler von einem Hobby zum Lebenswerk gewachsen. Die schlichten, freundlich dreinschauenden, in sich ruhenden Persönlichkeiten aus alten Eichenholzbalken berühren das Herz beim ersten Blickkontakt. Man kann gar nicht anders, als ihnen liebevoll über den Kopf zu streicheln, über ihre weißen und schwarzen Gewänder, über ihre kleinen und größeren, gerade und schief sitzenden goldbemalten Kronen. „Im Krankenhaus stehen meist die menschlichen Defizite im Vordergrund, das, was krank ist, was gerade nicht so funktioniert“, sagt Wiltrud Stoer. Die Könige, die übrigens nicht verkäuflich sind, betonen die Würde, die vorhandenen Ressourcen, die menschliche Stärke. Knoblauch beschreibt das so: “Wir werden erinnert, dass wir königliche Menschen werden sollen, die füreinander da sind und einander brauchen.“

Info:

„Von Würde und Zerbrechlichkeit: Ralf Knoblauchs König*innen im Klinikum Aschaffenburg-Alzenau“.

Eröffnung am Sonntag, 11. Januar, 14.30 Uhr, in der Klinikkapelle; Verabschiedung am Freitag, 30. Januar, 18 Uhr, ebenfalls in der Kapelle. Öffentlicher Vortrag von Elisabeth Jentschke (Würzburg) am Dienstag, 20. Januar, 19 Uhr, im Konferenzraum A-0-21 im Klinikum Aschaffenburg zum Thema „Zwischen Fürsorge und Respekt – das ABCD der Würde in der Behandlung“, Eintritt frei.

www.ralfknoblauch.de

Cornelia Müller (erschienen im Main-Echo)